Da bewegt sich was!

tolle Veranstaltungen in Wien, die ich teilweise (mit)organisiere und euch ans Herz legen möchte:

  • “Weil ein #Aufschrei nicht reicht”

Lesung mit anschließender Diskussion mit Anne Wizorek
am 7. März um 18:00 in der Buchhandlung ChickLit, Kleeblattgasse 7, 1010 Wien
mehr Infos beim Verein Genderraum, Facebook-Veranstaltung

  • “FemCampWien 2015, here we go!”

zweites, offenes Treffen des FemCampWien Organisationsteams

am 14. März ab 14:00 in der Neustiftgasse 36, 1070 Wien
mehr Infos, @FemCampWien, Facebook-Fanpage

  • “Liveticker sind ein spannendes Format. Reden wir darüber!”

Diskussionsrunde: Umgang mit Liveticker
am 17. März um 19:00 in der Standard-Redaktion, Vordere Zollamtsstraße 13, 1030 Wien
mehr Informationen (organisiert von @fin)

  • Massenüberwachung als globale Menschenrechtsverletzung
anschließender Input von Thomas Lohninger über die Arbeit des AK Vorrats Österreich
am 19. März um 19:00 im Depot Wien
mehr Informationen, Facebook-Veranstaltung (organisiert von der BundesÖH)

 

außerdem plane ich gerade verschiedene Workshops über Verschlüsselung/sicherere Kommunikation (aka. feministische Cryptopartys), Infos dazu folgen hier.

Netzfeminismus fuck yeah!

Ich werde wieder Workshops halten und ihr könnt dabei sein!

WIEN:

Empowerment im digitalen Netz – Workshopreihe auf der Boku

  • Do, 23.10. Von Trollen, Anonymität und Awareness im Netz ab 15:30 / FLIT* only (Facebook-Event)
  • Mi, 12.11. Email-Verschlüsselung gemeinsam mit Juli ab 15:00 / FLIT* only (bitte eigene Laptops mitnehmen)
  • Mi, 03.12. Netzfeminismus für alle (?) ab 15:00 / open for all gender

ORT: TÜWI-SR 01, Peter-Jordan-Straße 76, 1190 Wien

Workshopdauer ca. 3 Stunden + 20 min Pause / Teilnahme ist kostenlos / KEINE Anmeldung erforderlich

Bildschirmfoto 2014-10-20 um 23.07.25

GRAZ:

Netzfeminismus – Workshop gemeinsam mit dem Referat für feministische Politik – ÖH Uni Graz

Fr, 7.11. Welche Möglichkeiten bietet das Internet für den feministischen Diskurs? FLIT* only

Ob für die Kommunikation mit Freund*innen, den Medienkonsum oder den politische Diskurs und Aktivismus – das Internet ist nicht mehr wegzudenken aus unserem Leben. Dementsprechend wird auch die Netzpolitik zu einem immer wichtigeren Politikfeld und es ist notwendig, sich auch aus einer feministischen Perspektive damit zu beschäftigen, da der dort stattfindende, veränderte Meinungsbildungsprozess nicht losgelöst von gesellschaftlichen Verhältnissen betrachtet werden darf. Die Machtstrukturen mit denen wir uns täglich auseinandersetzen müssen, gibt es auch im Internet, Diskriminierungen und Hass sind auch dort ein Problem, für das es angepasste Handlungsstrategien braucht. In diesem Workshop wollen wir gemeinsam über Möglichkeiten reden, die wir durch einen schnelleren Informationsaustausch haben und wie wir uns und andere auch im digitalen Diskurs stärken können.

Ort: im UR 33.1.010, Merangasse 70, 1. Obergeschoss

Workshopdauer ca. 14:00-17:00 / Anmeldung unter: frauen@oehunigraz.at / Teilnahme ist kostenlos / Facebook-Event

SALZBURG

(im Rahmen des Open Mind Festivals 2014)

Digitale Technologien und das Internet durchdringen das Leben in zunehmendem Maße. Ob frauenpolitischer Aktivimus, gendergerechte Perspektiven und Handlungsspielräume, Exklusion, Inklusion und Barrierefreiheit, Diskriminierung, Twitter-Pöbeleien oder sexistischer Shitstorm – Die Ausweitung der feministischen Kampfzone vollzieht sich täglich im Netz. Der Workshop „Feministische Netzpolitik“ soll einerseits zu Internetnutzung und Möglichkeiten zur Emanzipation und Partizipation einen inhaltlichen Überblick geben, andererseits Fragen zu Netzneutralität und UrheberInnenrecht beantworten, sowie auf Möglichkeiten der Kommunikationskultur in der digitalen Öffentlichkeit eingehen. Wie und wo können Schutzzonen eingerichtet werden, die Frauen ermuntern, sich digital auszudrücken oder/und netzpolitisch zu engagieren? Wie funktioniert Online-Feminismus und welchen Herausforderungen muss er sich in einer männlich-dominierten (virtuellen) Realität stellen?

Ort:Seminarraum 1.OG

Workshopdauer ca. 5 Stunden (ab 13:00) / Teilnahme ist kostenlos  / Anmeldung unter: office@argekultur.at & Tel. +43-662-848784 / mehr Infos

Fluchthilfeprozess

Im Landesgericht Wiener Neustadt läuft seit März 2014 ein Verfahren gegen acht Flüchtlinge aus Pakistan und Afghanistan (teilweise aktiv im Refugee Protest Vienna), die wegen „Schlepperei im Rahmen einer kriminellen Vereinigung“ angeklagt sind. Nachdem es mehrfach zu Unstimmigkeiten im Prozessverlauf kam, wurde das Verfahren vertagt und die Richterin veranlasste neben der Enthaftung aller bis zu diesem Zeitpunkt noch Inhaftierten auch eine Überarbeitung der Anklageschrift.

Fehlerhafte Übersetzungen sorgten immer wieder für Widersprüche, Dolmetscher*innen wurden mehrfach von der Polizei beim Übersetzen beeinflusst und Telefonprotokolle wurden teilweise falsch zugeordnet. Es kam zu Faktenüberschneidungen und gleichzeitig hielt die Staatsanwaltschaft weiter an den Konstrukten von noch nicht ausgeforschten “Schlepperbossen” im Ausland fest mit denen es Kooperationen gegeben haben soll.

Bis Dezember sind bereits weitere Prozesstermine angekündigt (insgesamt wären es dann 43), nach der Befragung von vielen Zeug*innen (u.a. ermittelnde Beamte, Dolmetscher*innen, Menschen die Mitfahrgelegenheiten angeboten haben) werden nun die Angeklagten zu den 74 ihnen angelasteten Fakten befragt. Die selbst Geflüchteten zeigen sich im Prozess zwar teilgeständig, allerdings nicht im Sinne der angeklagten Straftat der „Schlepperei“ (Förderung der rechtswidrige Einreise oder Durchreise eines Fremden in oder durch einen Mitgliedstaat der EU oder Nachbarstaat Österreichs mit dem Vorsatz, sich oder einen Dritten durch ein dafür geleistetes Entgelt unrechtmäßig zu bereichern). Von der vorgeworfenen Erwerbsmäßigkeit fehlt jede Spur, immer wieder werden die Angeklagten gefragt ob sie sich an den mutmaßlichen Schleppungen bereichert hätten (jedes Wechselgeld ist relevant, jeder Ticketkauf und jede Wegauskunft wird im Detail erläutert).

Ausführliche Zusammenfassungen aller bisherigen Prozesstage findet ihr beim Soli-Kolletiv, dort könnt ihr auch Spenden, denn so ein Prozess kostet viel Geld.

Außerdem haben wir mittlerweile den Prozess.report gegründet, um dort einen kritischen Blick auf brisante Prozesse in Österreich zu werfen. Wir berichten u.a. live vom Fluchthilfeprozess und versuchen die vielen Verhandlungstage übersichtlich und in ihrer Komplexität nachvollziehbarer aufzubereiten.

Broschüre zum Fluchthilfeprozess

Die nächsten Prozesstage: 22.10., 28.10., 03.11., 05.11., 10.11., 12.11., 19.11., 20.11., 28.11. und 04.12.2014

Die Verhandlungen dauern jeweils ab 9:00 bis ca. 15:30, die Adresse und eine Wegbeschreibung findet ihr hier.
Nehmt euch die Zeit und zeigt euch solidarisch mit den Angeklagten und/oder berichtet kritisch von dort. Dieser Prozess hat mehr Aufmerksamkeit verdient!



Standard ohne dieStandard? NEIN DANKE!

Heute wurde mir ein Schreiben zugespielt, in dem Maria K. erklärt, warum sie ihr Standard-Abo kündigt. Die Entscheidung hat mit den   aktuellen Einsparungen beim Standard zu tun, die die feministische Nachrichtenplattform dieStandard.at treffen werden (nachzulesen hier).*

“Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Standard, lieber Oscar Bronner, liebe Geschäftsführung und liebe Chefredaktion!

Mit Bedauern muss ich bekanntgeben, dass ich hiermit mein Abonnement von DER STANDARD kündige.

Meine Entscheidung fußt auf der Tatsache, dass das Projekt dieStandard.at im Rahmen der Sparmaßnahmen, die sich derStandard.at und DER STANDARD 2014 auferlegen, leiden wird.

Geschäftsführer Wolfgang Bergmann erklärte im März, dass sich die angedachten Sparmaßnahmen nicht beim Leser bemerkbar machen werden. Bei der Leserin jedoch werden die Einsparungen auf jeden Fall zu spüren sein.

Ihr Social-Media-Team ließ bei Kritik regelmäßig verlautbaren, dass dieStandard.at weiter erhalten bleiben sollte, doch die Einsparungen in der Vergangenheit und die kontinuierliche Verkleinerung der Redaktion setzen klare Signale, was die Wertschätzung und Bedeutung von dieStandard.at innerhalb der Produktpalette angeht.

Es reicht leider nicht, dieStandard.at lediglich als Marke und als Feigenblatt zu behalten – etwa als Behältnis für Presse- und Agenturmeldungen sowie ohne kompetente und facheinschlägige und vor allem ausfinanzierte Redaktion. Dass ausgerechnet das Prestigeprojekt – einzigartig im deutschsprachigen Raum – leidet, ist eine Schande und sowohl medientechnisch als auch demokratiepolitisch ein Rückschritt. dieStandard.at hat feministisch und gesellschaftlich relevante Nachrichten geliefert, kritisiert, aufgezeigt und angeeckt – und das alles innerhalb eines Mainstreammediums. Dies war außerordentlich und sowohl für die Frauenbewegung als auch für Gleichstellungsbemühungen unverzichtbar.

Ich verbleibe mit herzlichen Grüßen,

Maria K.

1090 Wien”

Im Kapitalismus ist Boykott ein viel stärkeres Mittel als etwa eine Petition. Der Standard ist ja keine Regierung, öffentliche Einrichtung oder NGO! Der Standard ist ein Unternehmen. Und wo man Unternehmen packt, ist bekannt: An der Geldtasche.

Abokund*innen sind dem Standard zudem die liebsten: zuverlässige, stetige Geldquellen. Wenn der Standard merkt, dass diese Klasse-A-Kund*innen wegen Fehlentscheidungen verloren gehen, dann gibt es eine größere Chance zur Einsicht als über eine Unterschriftenliste.

Vielleicht müsst ja auch ihr – aufgrund der Krise, wie frau so schön sagt – Sparmaßnahmen innerhalb des Haushaltsbudgets vornehmen! Warum nicht gleich beim verstaubten Print-Standard-Abo anfangen? Lesen kann man doch sowieso alles online. Maria K.s Schreiben könnt ihr als Blaupause verwenden: setzt einfach euren Namen darunter und ab damit an aboservice@derStandard.at (und, falls ihr wollt: chefredaktion@derStandard.at und leserbriefe@derStandard.at).

Auf dass wir eine Abo-Kündigungswelle lostreten! Denn Feminismus ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit!

*Am 3. April ist außerdem ein höchst mysteriöser Tweet vom @dieStandardat-Twitteraccount abgeschickt und schnell gelöscht worden. Später hieß es, der Account wäre gehackt/gekapert worden.

FemCamp Wien – unsere Selbstdefinition

Das FemCamp Wien ist ein queer-feministisches Barcamp.

Wir möchten einen inklusiven und möglichst sicheren Raum schaffen, um gemeinsam zu diskutieren, sich zu vernetzen, Freund*innenschaften zu knüpfen, Horizonte zu erweitern, neue Ideen und Projekte sprießen zu lassen und Spaß zu haben.

Dieser Raum soll so barrierearm wie möglich sein – deswegen wollen wir schon bei der Organisation, aber auch beim Ablauf, möglichst viele verschiedene – insbesondere im Alltag von Diskriminierungen betroffene und/oder noch nicht online vernetzte – Menschen einbinden, um Teilnehmer*innen mit unterschiedlichsten Zugängen und Bedürfnissen am FemCamp Wien empfangen zu können.

Wir hoffen, dies durch einen niederschwelligen Zugang zu unserem basisdemokratischen, nichthierarchischen Organisations-Team zu erreichen. Dabei sind wir sowohl uns selbst als  auch bestehenden gesellschaftlichen Machtverhältnissen gegenüber kritisch. Das FemCamp Wien will offen sein für alle, egal welchen Hintergrundes – deswegen positionieren wir uns entschieden gegen jede Form von Diskriminierung und erwarten dies auch von unseren Besucher*innen, denn jede*r soll sich bei uns sicher fühlen können.

Unterdrückungsformen in unserer Gesellschaft werden nicht von alleine verschwinden. Wir müssen selbst aktiv werden, um etwas zum Positiven zu verändern. Dafür wollen wir Strategien und Tools miteinander teilen und gemeinsam (weiter-)entwickeln.

Wir sind netzaffin, (partei-)unabhängig und wollen mit unserem Projekt ein positives Vorbild für kommende Barcamps liefern – denn Feminismus ist kein Luxus, sondern notwendig.

Wir sind nicht perfekt, aber fest entschlossen, unsere Ideale zu verwirklichen und gemeinsam an den Erfolg des letzten FemCamps anzuschließen und dieses weiterzuentwickeln. Selbstbestimmt und mit einem Bekenntnis zum Do-It-Yourself wollen wir unseren kleinen Beitrag zu einer freieren, emanzipierteren Gesellschaft leisten – und nebenbei noch ein großartiges BarCamp auf die Beine/Pseudopodien/Tentakel/Pfoten stellen.

Das FemCamp Wien braucht eine Location!

Nach dem letztjährigen Erfolg des FemCamps wollen wir 2014 eine Neuauflage organisieren. Das Femcamp Wien soll heuer am 20. und 21. Juni in Wien stattfinden und ca. 120 Teilnehmer*innen Platz bieten. Das Organisationsteam versteht sich als ein queerfeministisches Kollektiv mit dem Anspruch, einen niederschwelligen, emanzipatorischen und inklusiven Diskussionsraum zu schaffen und Menschen und Inhalte zu vernetzen.

 

Um dieses Projekt erneut zu realisieren, benötigen wir Räumlichkeiten mit folgenden Anforderungen:
  •  1 großer Raum mit Stühlen für ca. 100 Personen
  • 3-4 Räume mit Stühlen (ev. auch Tischen) für je 20-25 Personen
  • 1 Raum für Kinderbetreuung
  • 1 Raum für Rückzugsmöglichkeiten
  • Platz für ein Buffet zur Verpflegung der Teilnehmer*innen
  • barrierefreier Zugang zu allen Räumlichkeiten und Toilettenanlagen
  • WLAN
  • (optional) Beamer und Leinwände
  • (optional) Mikrofone

Da das FemCamp Wien ehrenamtlich organisiert wird und nur über begrenzte finanzielle Ressourcen verfügt, sind wir auf Kooperationen angewiesen. Deswegen würden wir uns besonders über Locations freuen, die uns in dieser Hinsicht entgegen kommen können.

Du hast einen Raum für uns oder hast eine Idee wo wir anfragen können, dann schreib uns doch einfach an femcampwien@gmail.com!

 

Danke an @Tobbsn für die Hilfe beim Verbloggen.
Hier ein kleiner Einblick von unserem lezten Orga-Treffen.

 

Einladung zum zweiten, offenen FemCamp Orga-Treffen

Freitag, 7.3. ab 19:00 in der Hermanngasse 25, 1070 Wien
Was ist ein BarCamp / FemCamp?

Anders als bei vielen bestehenden Konferenzen, gestalten bei einem BarCamp alle selbst mit und haben die Möglichkeit, spontan vor Ort über selbstgewählte Themen zu sprechen. Wir, das Orga-Team, kümmern uns nur um die Räumlichkeiten, Sponsoring, Verpflegung und alles andere, was für einen reibungsfreien Ablauf benötigt wird. Alle haben die Möglichkeit, selbst Sessions oder Workshops vorzuschlagen, die werden nämlich zu Beginn des BarCamps gemeinsam geplant. Dadurch entstehen oft spannende Diskurse, neue Projekte und ungeahnte Kooperationen.

Das FemCamp ist ein feministisches BarCamp, das Themen wie Gender, Sexismus Gesellschaft, Medien und mehr behandeln möchte. Bereits im vergangenem Jahr vernetzten sich über hundert Menschen beim ersten FemCamp in Wien, bei dem mehr als 20 Sessions abgehalten wurden. Um an diesen Erfolg anzuknüpfen und 2014 mehr Menschen mit verschiedensten Zugängen anzusprechen, wollen wir ein offenes Organisationsteam mit möglichst viel Transparenz bei der Planung sein. Wir wollen, dass sich schon vor dem eigentlichen BarCamp interessierte Menschen einbringen und das FemCamp aktiv mitgestalten und werden die Möglichkeiten dazu bereitstellen.

Was bisher geschah?

Am 25. Februar trafen wir uns zu einem ersten Erwartungsabgleich und einigten uns auf grundlegende Rahmenbedingungen. Das FemCamp soll voraussichtlich zwischen 19. und 21. Juni in barrierefreien Räumlichkeiten stattfinden. Zu unserem feministischen Anspruch gehört auch ein diskriminierungsfreier Umgang miteinander am FemCamp, deshalb wird von uns ein besonderer Augenmerk auf eine entsprechende Policy und einem Awareness Team vor Ort gelegt.

Wie soll es weitergehen?

Nachdem die Planung erst begonnen hat, ist die To-Do-Liste noch lang. Ob es nun um die Raumsuche, Finanzierung oder Verpflegung, die Pressearbeit, interne Kommunikation oder Bewerbung geht, bei all diesen Aufgaben können wir DEINE Mithilfe und Ideen gebrauchen!

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Veranstaltungen umso diverser sind, je mehr unterschiedliche Communities bereits bei der Organisation beteiligt sind. Deshalb sind wir offen für eure Ideen und freuen uns über jede Form der Unterstützung bei der Organisation und Gestaltung des FemCamps selbst.

Du bist interessiert? Dann komm doch einfach diesen Freitag um 19:00 zu unserem offenen Orga-Treffen, dieses mal in der Hermanngasse 25, im 7. Bezirk.
Weitere Informationen findest du im BarCamp-Wiki oder unter twitter.com/femcampwien & facebook.com/femcampwien. Du kannst uns auch gerne unter femcampwien@gmail.com kontaktieren.

Wir freuen uns auf euch!

Das Orga-Team

(Danke an @bluehirsch, @sa_brina_vie, @_kaulquappe, @dr_marpheus & @JollySea für die Mithilfe beim Schreiben)

FemCamp reloaded?

Letzes Jahr im März besuchte ich mein erstes BarCamp in Wien. Es wurde als offenes BarCamp mit Frauenschwerpunkt beworben, doch es war viel mehr. Ich lernte dort viele tolle Frauen* kennen, hielt total nervös zwei Sessions (über Netzfeminsmus mit Brigitte Theißl und Netzpolitik in Österreich mit Thomas Lohninger) und beendete den Tag mit neuen Ideen und viel Motivation.

Für mich persönlich war das FemCamp in Wien der Startschuss für ein aufregendes Jahr in dem ich mehrmals über meinen eigenen Schatten sprang. Mittlerweile halte ich regelmäßig Vorträge und Workshops, ermutige andere Frauen* es mir gleich zu tun und nutze nach wie vor das netzfeministische Bier Wien um mich zu vernetzen und auszutauschen.

Bevor ich jetzt hier zu sehr ins Schwärmen gerate, ein paar Fotos aus Wien und Linz:

Warum dieses in Erinnerungen schwelgen? Ganz klar, auch 2014 muss es ein FemCamp in Wien geben und ich hoffe es finden sich ganz viele interessierte und motivierte Menschen die an dem Erfolg vom Vorjahr anknüpfen wollen.

Und dafür brauche ich EUCH!

Der Plan:

  • helfende Hände finden
  • erstes Orga-Treffen am 25.2.2014 ab 19:00 in der Neustiftgasse 36, 1070 Wien Facebook-Event

Das Organisationsteam soll genauso offen und transparent wie das FemCamp werden, jede*r ist herzlich willkommen, bitte leitet diesen Aufruf an andere Interessierte weiter!

Beim ersten Treffen soll es unter anderem darum gehen:

  • einen Zeitplan aufzustellen
  • erste Überlegungen bezüglich barrierefreier Locations zu machen
  • Finanzierung
  • Bewerbung
  • Awareness-Team, Policy für das FemCamp
  • erste Aufgabenverteilung

Falls du am 25. nicht dabei sein kannst, aber trotzdem Interesse hast uns bei der Organisation zu helfen, melde dich doch einfach hier oder per Mail an: femcampwien@gmail.com

 

 

 

 

Termine, Termine, Termine

In den nächsten Wochen und Monaten passiert so einiges in WIEN und zwar:

 

29.07. CryptoParty – ab 19.00 im Metalab (Rathausstraße 6, 1010 Wien) Facebook-Event

Seit dem österreichischen Kongress zu Datenschutz, Netzpolitik und freien Netzen (DNP12) im letzten Jahr, treffen sich einmal im Monat Interessierte in Wien um gemeinsam zu lernen wie man sich sicher und anonym im Internet bewegt.

Das reguläre Treffen findet jeden letzten Montag im Monat, an unterschiedlichen Orten, in ganz Wien, statt.

Bei dieser CryptoParty werden wir uns mit dem sicheren Speichern und damit der Verschlüsselung von Daten auf diversen Speichermedien wie zum Beispiel Festplatten und USB-Sticks beschäftigen.

Infos über CryptoParties in ganz Österreich findet ihr unter cryptoparty.at & auf der Mailingliste
CryptoParty Wien auf Twitter & Facebook & App.net

 

30.07.  Netzfeministisches Bier (FLIT* only) – ab 19.30 Uhr in der Rosa Lila Villa (Linke Wienzeile 102, 1060 Wien)

Einmal im Monat treffen sich FrauenLesbenInter*Trans*-Personen in Wien um einander kennen zu lernen, zu diskutieren und sich zu vernetzen. Diesmal planen wir unser einjähriges Jubiläum, sprechen über kommende Projekte & Veranstaltungen und was euch noch so auf den Herzen liegt.

Facebook-Event, auf Twitter: #nfbw

 

02.08. Netzpolitik Bier (für alle Geschlechter offen) – ab 19:30 in der Bunkerei (Obere Augartenstr 1a, 1020 Wien)

unregelmäßiges, informelles Treffen von und mit (netz)politischen & aktivistischen Menschen, die sich für Themen wie Datenschutz, Privatsphäre, Vorratsdatenspeicherung, Netzneutralität, Open Data, Netzfeminisums u.a. interessieren und darüber austauschen

Doodle, mehr Informationen, auf Twitter: #npbvie

 

08.08. Queer Geeks Meetup – ab 20:00  in der Rosa Lila Villa (Linke Wienzeile 102, 1060 Wien) Facebook-Event

Seit November 2012 treffen sich verschiedene queere Menschen, Geeks, Nerds, Hacker*innen, Internetmenschen und deren Freund*innen (noch) unregelmäßig um Ideen, Wissen und Begeisterung für die unterschiedlichsten Dinge miteinander zu teilen und um von einander zu lernen.

weitere Infos, auf Twitter: #queeks

 

21.-28.08. GRAS/GAJ Sommercamp – Frank am See – Achtung Eigenwerbung!

Im Rahmen des Sommercamps habe ich die Möglichkeit am Freitag einen Workshop über Netzfeminismus zu halten, schaut doch mal auf summercamp.gras.at vorbei, das Programm klingt vielversprechend.

 

27.08. Netzfeministisches Bier Jubiläum (FLIT* only) – ab 19:30 Ort wird noch bekannt gegeben

Im August 2012 fand das erste Netzfeministische Bier Wien statt. Nun ist es so weit, unsere kleine Truppe ist fleißig gewachsen und für viele ein wichtiger Monatstermin geworden. Deshalb feiern wir den 1. Geburtstag des Netzfeministischen Bieres in Wien am 27.08 mit Kuchen und allem was uns sonst noch einfällt! Weitere Infos folgen.

 

14. & 15.09. Daten, Netz & Politik Kongress – Palais Kabelwerk (Oswaldgasse 35A, 1120 Wien)

Zwei Tage volles Programm mit Vorträgen und Workshops zum Urherber_innenrecht, Hacktivismus, Open Data, Datenschutz, Netzpolitik, Liquid Democracy, Privatsphäre, Datenjournalismus, einer eigenen CryptoParty und vielem mehr. Sichert euch jetzt eure Tickets und teilt diese (wie ich finde) sehr wichtige Veranstaltung mit interessierten Freund_innen!

 

09.-17.11. Alternative Medienakademie

Im Anschluss und in Kooperation mit den Kritischen Literaturtagen (KriLit) wird es im Rahmen der Alternativen Medienakademie (ALMA) Schulungen, (Podiums)Diskussionen und Vernetzungstreffen rund um alternative und kritische Medienarbeit geben. Das vorläufige Programm sieht dank vieler Einreichungen sehr vielversprechend aus.

Updates findet ihr unter alternative-medien-akademie.at und auf Facebook

Sexismus am BarCamp Graz

warum ich darüber schreibe?

ich habe am barcamp graz teilgenommen. dabei bekam ich sexistische kommentare, belästigende tweets und herabwürdigungen mit und zu spüren. wenn man sich die nachberichte durchliest, ist davon nichts zu merken. die geschehnisse als “vorfall” zu deklarieren und nicht explizit anzusprechen halte ich für untragbar und deshalb nun hier der versuch das erlebte aus meiner sicht darzulegen und zu reflektieren. Ich versuche sichtbar zu machen was passiert ist und gleichzeitig einen diskurs anzuregen wie beteilgte, organisator_innen und betroffene in zukunft besser damit umgehen können.

 

was ist passiert?

angefangen hat es mit der umgestaltung eines feministischen stickers, ich finde es bis heute nicht lustig und einfach unnötig, habe das mit einem tweet kommentiert und bekam danach ein weiteres foto zugesendet. für mich hat das nichts mit meinungsfreiheit zu tun, aber wie heißt es doch so schön: “don’t feed the troll” und gut ist? deshalb blockierte ich mehrere anonyme twitter accounts, um mich weiter auf die inhalte des politcamps konzentrieren zu können. ich kontaktierte daraufhin ein orga-mitglied, das mit diesem tweet reagierte. in der mittagspause freute sich dann eine gruppe von mir nicht bekannten personen über die gemeinsame trollerei. ich entschied mich dafür, den raum zu verlassen und mich nicht provozieren zu lassen.

in der nächsten session tauchte ein weiterer tweet auf und mir wurde schnell klar, dass ich die person war auf die er sich bezog. es war auch nicht schwer herauszufinden, dass der urheber mir gegenüber sitzen muss. amüsiert wurden handys hin- und hergereicht und ich wurde begutachtet.

Twitter-Spam

anschließend folgten übliche spam-tweets mit dem inhalt “penisneid und femisnismus am #bcg13″, wodurch dann auch andere organisatoren darauf aufmerksam wurden. daraufhin wurde ich gefragt wie man reagieren solle, nachdem ich auch keine antwort kannte, folgte der weiter unten angeführte tweet “Das Barcamp Graz ist ein Ort des Respekts und der gegenseitigen Toleranz! Bitte tragt dazu bei. #bcg13″

 Foto 3

am sonntag erwachte dann ein neuer, ebenfalls anonymer twitter-account zum leben, der mich dann (obwohl ich ihn sofort blockierte) am abend nach dem barcamp direkt erwähnte.

 

welche reaktionen gab es darauf?

reaktion auf die spam-tweets vom offiziellen account des barcamps, samstag

nach einem persönlichen, sehr emotionalen gespräch mit einem der verantwortlichen, samstagnacht

tweet vom politcamp-account, sonntag morgen

während der eröffnungsrunde, sonntag

außerdem hielt ein teilnehmer spontan am sonntag vormittag eine session zum thema “gesprächskultur im netz und die grenzen des guten geschmacks”. nach dem barcamp hatte ich kontakt zu zwei befreundeten mitorganisatoren, viele gespräche mit freund_innen und frauen die ähnliches erlebt haben und alle ermutigten mich, darüber zu schreiben.

 

was ICH mir erwartet hätte?

reaktionen wie “Sexismus ist wirklich nicht lustig, Leute.. ” (vom politcamp account) oder andere oben angeführte beispiele verharmlosen das geschehene, sind zu unkonkret und erwecken nicht den anschein dass man aktiv gegen diskriminierung vorgehen will.

ich habe durchaus verständnis für die anfängliche ratlosigkeit, es passierte vor allem samstag nachmittag alles ziemlich schnell. ich selbst war genauso überfordert, wusste nicht wo ich mir rat suchen konnte und fühlte mich schnell allein gelassen mit den sexistischen aussagen einiger teilnehmer_innen.

diskussionen über den umgang mit diskriminierendem verhalten bei veranstaltungen gibt es jedoch nicht erst seit graz. hier wäre eine ausseinandersetzung im voraus und nach den geschehnissen nötig gewesen. die gespräche und deren konsens hätten dann öffentlich und von offizieller seite allen teilnehmer_innen kommuniziert werden müssen.

nachdem klar wurde, wer für die (oft als “vorfälle” zusammengefassten) aussagen und taten verantwortlich war, fehlte eine konfrontation mit diesen personen von seiten der orga. wenn das abdrehen der twitterwall wichtiger ist, um “den trollen keine plattform zu bieten”, als eine auseinandersetzung mit solchen problemen, erweckt das schnell den anschein dass die gewichtung falsch gesetzt wird.

nachdem es samstagnacht zu einem spontanen gespräch mit einem der verursacher, einigen orga-mitgliedern und mir (als eine betroffene) kam, war erkennbar dass es auf seiten der selbst ernannten “trolle” keine einsicht geben wird. ich fühlte mich bei dem zugegebenermaßen emotionalem gespräch allein gelassen, begann mich dafür zu rechtfertigen, warum ich mich durch das passierte angegriffen fühlte und vermisste den rückhalt von offzieller seite. es wurde eine aussprache für den nächsten tag vorgeschlagen, was mir widerum zeigte, dass dieses verhalten  keine wirklichen konsequenzen nach sich zog. ich frage mich, warum ein gespräch am nächsten tag besser funktionieren soll, wenn das erste schon pure ignoranz und uneinsichtigkeit gezeigt hat?

meine einschätzung bestätigte sich dann leider in der gemeinsamen feedbackrunde, in der ich mich als fem-troll bezeichnen lassen musste, während sich die meisten anderen für ein gelungenes barcamp auf die schultern klopfen ließen. außer aus meinem freundeskreis kam keine kritik oder überhaupt ein bezug zu dem was vorgefallen ist. offen angesprochen wurde also nichts, man wollte die veranstaltung wohl nicht von ein paar sexistischen und übergriffigen aussagen überschatten lassen.

des weiteren finde ich es wichtig, dass missverständliche aussagen (wie zb. in dem ausgangstweet) von offizieller seite korrigiert werden, nicht zuletzt, damit auch nach außen klar ist, welches verhalten bei zukünftigen veranstaltungen unerwünscht ist.

mir fehlt bis heute leider eine offizielle und vor allem konkrete aussage zum sexismus am barcamp graz. private mails und blogposts von orga-mitgliedern reichen da nicht.

zusammenfassend:

  • es fehlten richtlinien & konkrete ansprechpersonen für diskriminierende vorfälle
  • es ist notwendig, alle ereignisse sichtbar zu machen und nicht verkürzt und hinter verschlossenen türen zu behandeln
  • die reaktionen der orga kamen zu spät und waren wenig hilfreich
  • aussprachen sollten nicht im beisein von betroffenen personen stattfinden, außer diese wollen es
  • wenn es keine einsicht über eigenes fehlverhalten gibt, muss über einen ausschluss der verursacher_innen gesprochen und dieser für alle teilnehmer_innen deutlich durchgesetzt werden (=social blaming, funktioniert am besten)
  • interne diskussionen und deren konsens müssen öffentlich und von offizieller seite kommuniziert werden
  • eigene fehler und unbedachtsamkeiten einzugestehen, tut nicht weh. es zeigt dass man aktiv an einer verbesserung interessiert ist

wie gesagt, der zweite teil spiegelt meine meinung und kritik wieder. es gibt sicher noch mehr verbesserungsvorschläge und ich werde auch in zukunft nicht scheuen diese thema anzusprechen um einen breiten diskurs (den ich für dringend notwenig erachte) anzuregen.

mich würde zum beispiel interessieren wer von meinen leser_innen ähnliche erfahrungen gemacht hat und wenn ja, wie ihr damit umgegangen seid? habt ihr vielleicht ideen wie und ob man sich auf kommende veranstaltungen (als teilnehmer_in und organisator_in) vorbereiten kann? wo findet man hilfestellungen und erfahrungsberichte, wie könnte man “besser” reagieren? welche gedanken kamen euch beim lesen?

update: